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FARBE-RAUM-KONZEPT / FOTOGRAFIE
Den zweiten Teil seiner 25-jährigen Jubiläumsschau präsentiert Gerd Schütte jetzt. Nach der Malerei werden 13 Positionen konzeptioneller Fotografie vorgestellt, mit Künstlern der Galerie, die das Medium schon immer und ausschließlich verfolgten und jenen, die es einsetzen, um die Fotografie parallel zu anderen Darstellungsmitteln zu erproben. Allen gemeinsam ist das Bemühen, neue Aufnahme-, Entwicklungs- und Printtechniken, konzeptionell, abstrakt oder figurativ für die eigene künstlerische Aussage nutzbar zu machen. Zu sehen gibt es ein großes visuelles Irritationspotential! Keine Position bildet ab, was sie meint, keine Fotografie, ist zu entschlüsseln als das, was sie darstellt. Jede Künstlerin, jeder Künstler erfindet die Wirklichkeit neu, inszeniert, arrangiert, konstruiert Bildgegenstände, Räume und Flächen mit den Mitteln der Fotografie - so unabhängig von der Wirklichkeit, wie die Malerei es immer tat. Fotografie profiliert sich dabei als anderes, technisches, aber im Innovationsgehalt als ein der Malerei gleichberechtigtes Medium. Auch bei dieser Schau hat der Galerist mit den Künstlern gemeinsam die Hängung erstellt, so dass jedes Bild, so unterschiedlich sie auch sind, einen eigenständigen Wirkungsraum im Diskurs mit anderen Positionen erhält. Ein schlüssiges, stimmiges Konzept ergibt sich so, inhaltlich und im Arrangement der Ausstellung. Gerda Schlembach, Martin Bürger, Klaus Schneider, Alke Reeh, Roland Geissel, Laura Ribero, Thomas Hanappel, Wiebke Elzel/Jana Müller, Oster/Koezle, Nina Brauhauser, Siegfried G. Koezle, Sebastian Fritsch, Eberhard Ross stellen aus, jeder ein Werk in übersichtlich klarer Ordnung. Was es zu sehen gibt? Historische, private, imaginierte und konstruierte Räume, Rauminterventionen, Flächenräume, Vexierbilder. Zeit, Konstanz und Vergängnis werden thematisiert sowie Ordnung und Form in strukturellen Systemen, den organischen, gesellschaftlichen und digitalen. |
Ruhrkunst.com
30.9.2011
Christiane Dressler |
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Kettwig-Kurier
28.9. und 8.10.2011 |
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Kettwig-Kurier
21. September 2011 |
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Zeitkunst
August 2011, Seite 20 |
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WAZ-Essen-Kettwig
Montag, 5. September 2011 |
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Kettwig-Kurier
Samstag, 20. August 2011 |
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Farbe, Raum, Konzept
Farbe, Raum, Konzept - das ist konstruktive Malerei zum 25-jährigen Jubiläum der Galerie Schütte. Fanden die ersten der nunmehr 166 Ausstellungen noch in Privaträumen statt, zog der Galerist dann in die Bornraße und von dort in den Essener Süden. Ein "soziostrukturelles" Kontrastprogramm war es zunächst, doch dies zählt weniger als die Liebe zur Kunst, die ungebrochen den konzeptionell reduzierten, geradlinig klaren Positionen gilt.
19 Bilder, von jedem Künstler eins, stellt Gerd Schütte zur Jubiläumsschau vor, Künstler, die seit den Anfängen dabei sind, und andere, die er soeben entdeckt und zu fördern beschlossen hat. Wer glaubt, dass sich 19 kreative Individualisten, jeder sein eigener und des anderen schärfster Kritiker, konkurrierend ins Gehege kommen, der hat sich getäuscht. Es ist Gerd Schütte bestens gelungen, konzeptionelle Unterschiede auszugleichen. Jedes Bild fand seinen passenden Platz, dass trotz anfänglicher Skepsis jeder die Organisation überzeugend und stimmig fand. Nichts wirkt überladen in den schlichten, übersichtlichen Räumen, kein Exponat stört das andere. Ob ihm die Selektion schwer gefallen sei? Bei machen habe er sofort gewusst, welches Bild er brauche, bei anderen hatte er die Qual der Wahl, so der Galerist, der sich zu recht über den Rückblick und positiven Ausblick auf seine zukünftige Tätigkeit freut.
Und so wurde die Ausstellung, auch das ist guter gegenstandsloser Kunst zu eigen, ein großes bescheidenes Understatement, denn der ungeübte Betrachter erkennt nicht immer, was an einer glattgeputzten Aluminiumtafel, einem Papierschild mit der Aufschrift 20 € oder einer Kiste mit pink gespachteltem Ölüberzug Besonderes sein soll. Vieles erschließt sich nicht auf den ersten Blick und das ist gut so.
Nicht auf jede Position kann an dieser Stelle eingegangen werden, dafür gibt es einen sinnfällig gestalteten Katalog mit aufschlussreichen Erklärungen. Stattdessen ein paar Impressionen vom Rundgang, bei dem sich Gegensätze kontrastreich ergänzen.
Cathy Jardons Bild "broken" mit scharf kantigen, intensiv farbigen Quadraten hängt gut in der Nähe von Thom Barths 6-teiligem Ensemble aus kleineren quadratischen Leinwänden, aufgerissen, zerrissen, getackert und rudimentär bemalt, und der Papierarbeit des Österreichers Ingo Nussbaumer, der die Lichtbrechung physikalisch und malerisch erforscht, indem er Farbflächen mit interferierenden Schattenzonen zu Farbräumen konzentriert.
Klaus Schneider, einen Raum weiter, konstruiert Blindenschrift mit Buchstabenfetzen auf und hinter Glas, während Kurt Ryslavy sein herausziehbares Tafelbild im schwarz lackierten Bildschuber verbirgt, vor dem sich der Betrachter spiegelt. Ahn Hyu-Ju baut Farbstreifen auf Aluminium zu prismatisch gebrochenen Räumen aus, wohingegen Armin Turks meditativ wirkende Farbfelder pulsieren im Widerschein des Lichts. Daneben hängt eine kleine Scheinlandschaft aus Acryllasuren haarfein gemalt von Wolfgang Bühler, gefolgt von Christiane von Wittgensteins grünfarbiger Latexarbeit auf Papier/Dibond oder dem "Jeu des couleurs 11" von Ines Hock. Zurück im Eingangsbereich lässt man den Dialog schwarzweißgrauen Streifen auf der Arbeit von Norbert Fleischmann an sich vorüberziehen oder die an den Rändern ausglühenden Farben von Marita Damkröger.
Bis 10.Sept, Galerie Schütte, di-fr 14.30-19.00, sa 11-17 Uhr, Essen-Kettwig Hauptstraße 4 |
www.ruhrkunst.com
11. Juli 2011 |
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Rückblick, Bestandsaufnahme, Zukunft: 25 Jahre Galerie Schütte
Autor: Sandra Anni Lang Mittwoch, 29. Juni 2011 08:21 166 Ausstellungen, 25 Jahre und ein eigenwilliges Galerieprogramm - Gerd Schütte begeht am 2. Juli 2011 den 25. Jahrestag seiner Galerie Schütte in Essen-Kettwig. Die Gründung, so der Kunst- und Musikpädagoge, sei reiner Zufall gewesen.
Selbst als Kunstsammler unterwegs, traten 1984 auf einer Kunstmesse in Dortmund Künstler an ihn heran und erkundigten sich nach Ausstellungsmöglichkeiten. "Dann habe ich einfach meine erste Ausstellung zu Hause gemacht - und sogar sechs Bilder verkauft", erzählt Gerd Schütte. Ein halbes Jahr später folgte eine weitere Ausstellung, in der ebenso gut verkauft wurde. Das Gewerbe wurde angemeldet und die Galerie Schütte 1986 offiziell begründet.
Heute vertritt der Essener 20 Künstler, unter anderem Norbert Fleischmann , Tom Barth oder Laura Ribero . Besucher kommen nicht nur aus Essen, sondern auch aus dem gesamten Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland.
Am liebsten monochrome, reduzierte Malerei
"Als ich in Düsseldorf zum ersten Mal schwarze Bilder gesehen habe, wusste ich, dass ich mein Herz für die reduzierte Malerei entdeckt hatte", erinnert sich Gerd Schütte. Als er 1990 seine neuen Galerieräume in der Bornstraße bezog, richtete er sein Galerieprogramm abseits des Mainstream aus.
"Das waren nie zeitgeistige Sachen, sondern am liebsten monochrome, reduzierte Malerei. Mein Galerieprogramm ist ein sprödes. Das macht einen Zugang vielleicht nicht immer einfach. Aber ich möchte mit Künstlern arbeiten, die zu mir passen", sagt Gerd Schütte. In den 1990er Jahren entdeckte er zudem die Fotografie. "Es ist die Schnittstelle zur Malerei, die mich interessiert, die inszenierte Fotografie."
Galerie und Wohnen unter einem Dach
Das Krisenjahr 2009 war kein einfaches für Gerd Schütte. Der Schwund an Galerien habe in dieser Zeit zugenommen. Heute gebe es zu wenig ernstzunehmende Galerien, meint Gerd Schütte. Für eine Großstadt wie Essen sei das enttäuschend. 2003 richtete er seine letzte Ausstellung in der Bornstraße aus und fand anschließend sein Haus in Kettwig. Heute heißt es in der Gründerzeit-Villa: Galerie und Wohnen unter einem Dach.
"Manchmal kommen Menschen, um Kunst wie ein Möbelstück zu erwerben. Aber ich muss hinter einem Verkauf stehen. Das ist manchmal mühselig. Dann durchläuft man auch mal Durststrecken. Dabei muss ich natürlich auch kalkuliert arbeiten", so Gerd Schütte. Trotz aller Durstrecken, die Kunst bestimmt sein Leben: "Ich beschäftigte mich permanent mit Kunst. Mein Job ist keiner, der mit 65 aufhört. Mittlerweile merken Leute auch, da hat jemand als Galerist ein Gespür", sagt Gerd Schütte. "Man nimmt mich ernst."
Jubiläum mit Rückblick, Bestandsaufnahme und Blick in die Zukunft
Zum Jubiläum präsentiert Gerd Schütte vom 2. Juli bis zum 10. September 2011 mit der Ausstellung FARBE - RAUM - KONZEPT / MALEREI den ersten Teil seiner Jubiläumsausstellung als Rückblick, Bestandsaufnahme und mit Blick in die Zukunft. Mit dabei ist unter anderem der Künstler Norbert Fleischmann als regelmäßiger Gast in der Galerie Schütte, daneben Ahn Hyun - Ju oder Eva-Maria Kollischan . Teil II besteht aus den Werken von 13 fotografischen Künstlern, unter anderem von Roland Geissel , Nina Brauhauser oder Laura Ribero , und wird am 17. September eröffnet.
Ausstellung
FARBE - RAUM - KONZEPT / MALEREI 2. Juli - 10. September 2011 (Galerieferien 6. bis 29.8.2011):
Ahn-Hyun Ju
Thom Barth
Wolfgang G. Bühler
Marita Damkröger
Norbert Fleischmann
David John Flynn
Roland Geissel
Ines Hock
Cathy Jardon
Eva-Maria Kollischan
Ingo Nussbaumer
Willy Oster
Ferdinand Penker
Kurt Ryslavy
Klaus Schneider
Sabine Straßburger
Armin Turk
Cecilia Vissers
Christiane von Wittgenstein
FARBE - RAUM - KONZEPT / FOTOGRAFIE 17. September bis 29. Oktober 2011
Nina Brauhauser
Martin Brüger
Wiebke Elzel / Jana Müller
Sebastian Fritzsch
Roland Geissel
Thomas Hannappel
Siegfried G. Koezle
OSTER+KOEZLE
Alke Reeh
Laura Ribero
Eberhard Ross
Gerda Schlembach
Klaus Schneider
Fotos: langtext /Norbert Fleischmann/Thom Barth/Laura Ribero |
www.2010lab.de
Sandra Anni Lang
29. Juni 2011 |
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Kettwig Kurier
Samstag, 2. Juli 2011 |
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WAZ-Essen
Donnerstag, 30. Juni 2011 |
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Kettwig Kurier
Mittwoch, 29. Juni 2011 |
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WAZ-Kettwig
Montag, 30. Mai 2011 |
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